Selbst wenn kein Strom fließt, wird in Steckdosen und elektrischen Leitungen permanent ein niederfrequentes elektrisches Feld erzeugt.

Ist ein Verbraucher angeschlossen und in Betrieb, kommt ein niederfrequentes magnetisches Feld durch den Stromfluss hinzu. Diese Felder sind jedoch an ihre Quellen gebunden und nehmen mit der Entfernung sehr schnell in ihrer Stärke ab.

Bei den üblichen NYM-Kabeln mit 3 sehr nah beieinander liegenden Adern, gibt es nur in unmittelbarer Nähe magnetische Wechselfelder.

Im Gegensatz dazu treten deutlich stärkere Felder bei Stegleitungen auf, da hier die 3 Adern getrennt voneinander und in einem gewissen Abstand nebeneinander liegen.

Bei 2-adrigen Kabeln mit Euroflachstecker, wie sie inzwischen sehr viele Geräte im Haushalt und der Unterhaltungselektronik aufweisen, sind deutlich höhere elektrische Wechselfelder als bei 3-adrigen Kabeln mit Schukostecker vorhanden.

Empfehlung ...

Da die Feldstärken stark mit der Entfernung von der Quelle abnehmen, hilft es, Abstand zu halten. Bei Neubauten sollten auf jeden Fall geschirmte Kabel verwendet werden.

Zum Nachrüsten empfiehlt es sich eher, einen Netzabkoppler ('Netzfreischalter') einzubauen. Dieser schaltet den Strom automatisch ab, wenn der letzte Verbraucher ausgeschaltet wird.

Die Installation eines Netzabkopplers sollte in jedem Fall messtechnisch begleitet werden.