English


E-Smog und Gesundheit

gesundheitliche
Auswirkungen
  Strahlung von außen
Fernsehsender
Hochspannungsleitung
Mobilfunk
Radaranlage
Rundfunksender
  Strahlung im Innenbereich
Abschirmdecken
Babyphone
Beleuchtung
Monitore/Fernseher
elektrische Geräte
Handy
Heizdecke
Mikrowellenherd
schnurlose Telefone
Steckdosen/Stromkabel
  Information
Studien
Grenzwerte/Umrechnungen
Links/Literatur
Frequenzübersicht
  ohne-elektrosmog-wohnen.de
Sendeanlagen an Ihrem Wohnort
Häufig gestellte Fragen
Presse-Download
Über uns
Impressum
Home

Klartext im BBC zu Mobilfunk-Grenzwerten

„Panorama“ auf dem britischen TV-Kanal
BBC One hat am 21. Mai ungeschönte Fakten
über den Grenzwert-Skandal bei
Mobilfunkstrahlung präsentiert. In England überschlugen sich die Ereignisse bei Computer-
Service Firmen, fast der Hälfte der Service-Anrufe
fragten nach der Möglichkeit einer Deinstallation ihres Wi-Fi-Systems (WLAN).
Hier können Sie die Sendung in englischer Sprache auf GoogleVideo ansehen.

Video: BBC Sendung in englischer Sprache

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen erhalten Sie unter drmoldan.de im PDF-Format.

Umweltmedizinische Beurteilung elektromagnetischer Felder in Gebäuden

Dr. med. Gerd Oberfeld
Arzt für Allgemeinmedizin und allgemein beeideter & gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Umweltmedizin
Curriculum Vitae

Dr. Oberfeld umreißt in seiner Arbeit die fünf physikalisch klar definierten Arten elektromagnetischer Felder und Wellen in ihren Eigenschaften, Quellen, Wirkungen sowie Zielwertaspekten.

In Studien zu Mobilfunksendeanlagen und zu gesundheitlichen Wirkungen von Mobiltelefonen werden Symptome und Beschwerden unter die Lupe genommen.

Im Vordergrund der gesundheitlichen Diskussion zu den Folgen der Mobiltelefonnutzung steht die Frage des Tumorrisikos sowie des Risikos neurologischer Krankheiten.

zur Studie



Die aktuelle Diskussion um die gesetzlichen Grenzwerte wird immer heftiger und hitziger geführt. Grundlage hierfür bilden tausende Studien zu diesem Thema. Ein Extrakt aus der spannend geführten Diskussion der Wissenschaft haben wir für Sie auf dieser Seite zusammengestellt:

Umweltmedizinische Beurteilung elektromagnetischer Felder
in Gebäuden von Dr. Oberfeld

"Cherry Studie"
Studie des ECOLOG-Institutes
"Rinderstudie"
Salzburger Resolution
Handys beeinflussen Hirnfunktionen im Schlaf


"Cherry-Studie"

Die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung ( International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection, kurz: ICNIRP ) erstellt Richtlinien für Expositionsgrenzwerte von elektromagnetischen Feldern. Deren Empfehlungen werden in der Regel von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und vielen nationalen Gremien als Grundlage für die Festlegung von Grenzwerten übernommen.

Die ICNIRP-Richtlinien basieren lediglich auf den thermischen Wirkungen (Erwärmung von Gewebe) elektromagnetischer Felder. Die nichtthermischen Effekte werden bis jetzt als gesundheitlich nicht relevant betrachtet.

Vor dem Hintergrund, dass Neuseeland diese ICNIRP-Empfehlungen übernehmen wollte, verfasste 1999 Dr. Neill Cherry von der Lincoln University, Neuseeland seine "ICNIRP GUIDELINE CRITIQUE" (ICNIRP-Richtlinien-Kritik).

Hierfür beschäftigte er sich sowohl mit den Bewertungskriterien der ICNIRP als auch mit den zu der Zeit vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dabei kam er zu folgender Einschätzung: "Die ICNIRP Bewertung (1998) von Wirkungen habe ich durchgesehen und als ernsthaft fehlerbehaftet befunden. Sie enthält ein Muster von Voreingenommenheiten, bedeutenden Fehlern, Weglassungen und absichtlichen Verdrehungen.

Falls sie angenommen wird, verfehlt sie den öffentlichen Gesundheitsschutz vor bekannten möglichen und tatsächlichen Wirkungen auf die Gesundheit, folglich ist sie gesetzeswidrig in Bezug auf die Forderungen des Resource Management Act."

Dr. Neill Cherry belegt seine Vorwürfe, indem er auf zahlreiche internationale Studien, u.a. auch auf eine von Dr. William Ross Adey und eine von Prof. John Goldsmith verweist. Letzteren zitiert er in seiner Studie folgendermaßen:

"Es gibt starke politische und wirtschaftliche Gründe, dass man wünscht, es soll keine Einwirkungen auf die Gesundheit durch RF/MW Exposition geben, so wie es starke öffentliche Gründe gibt, die Risiken genau zu beleuchten. Jene, welche sich berufen fühlen, für die öffentliche Gesundheit zu sprechen, müssen bereit sein, Gegenposition einzunehmen gegen die, die dem Namen nach, aber nicht wahrhaft wissenschaftlich sind."

Dieser Meinung schließt sich Dr. Neill Cherry an. Aufgrund seiner Ergebnisse empfiehlt er, deutlich niedrigere Grenzwerte zum vorsorgenden Gesundheitsschutz einzuführen. Die englische Fassung der Studie können Sie unter www.buergerwelle.de einsehen, wo Sie auch eine gebundene Übersetzung beziehen können.

Studie des ECOLOG-Institutes

Das unabhängige ECOLOG-Institut mit Sitz in Hannover führte, im Auftrag der T-Mobil, (der Mobilfunktochter der Deutschen Telekom) eine Literaturstudie über den derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu möglichen Auswirkungen der Felder des Mobilfunks auf die Gesundheit durch. Dabei sollten die Ergebnisse nach dem Gesichtspunkt des vorsorgenden Gesundheitsschutzes bewertet werden.

Die Forscher fanden hierbei eindeutige Beeinträchtigungen des Zentralen Nervensystems, des Hormon- und Immunsystems und von kognitiven Funktionen heraus. Ernst zu nehmende Befunde deuteten auch auf eine krebsfördernde Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder hin.

Da T-Mobil noch an drei andere wissenschaftliche Einrichtungen gleiche Aufträge vergeben hatte, wurde vereinbart, vor der Veröffentlichung der einzelnen Ergebnisse diese in einem, von der T-Mobil zu benennenden, wissenschaftlichen Gremium zu diskutieren.

Obwohl die einzelnen Resultate zwischen Mai 2000 und Herbst 2000 feststanden, gelang es der T-Mobil lange nicht, einen Träger für das wissenschaftliche Diskussionsforum zu finden.

Dies ist ihr dann zwar mit der Gruppe Mensch-Umwelt-Technik (M.U.T.) des Forschungszentrums Jülich gelungen, der sich anschließende Diskussionsprozess schien dem ECOLOG-Institut jedoch zu lange zu dauern.

Somit entschloss das ECOLOG-Institut seine Ergebnisse, die es schon im Mai 2000 der T-Mobil übergeben hatte, im April 2001 zu veröffentlichen. Dies geschah auch auf Drängen verschiedener Landesbehörden, Umwelt- und Verbraucherverbände vor dem Hintergrund der (laufenden) Überarbeitung der gesetzlichen Bestimmungen.

Weitere Informationen und die Ergebnisse der Studie erhalten Sie unter www.ecolog-institut.de

"Rinderstudie"

Ein anschauliches Beispiel, wie heutzutage mit Untersuchungen zum Thema Mobilfunk umgegangen wird, liefert die sogenannte "Rinderstudie".

Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen (StMLU) wurden von 1998 bis 2000 im Rahmen des Forschungsprojektes "Untersuchungen zum Einfluss elektromagnetischer Felder von Mobilfunkanlagen auf Gesundheit, Leistung und Verhalten von Rindern" umfangreiche Messungen auf 38 Höfen in Bayern und Hessen vorgenommen.

Am 30.11.2000 wurde in einer Pressemitteilung der Pressestelle des StMLU über das Internet folgendes Fazit dieser "Rinderstudie" verbreitet: "Ein Gefährdungs-Szenario durch Mobilfunk ist nach Auswertung der Studie nicht erkennbar, nach Ansicht der Wissenschaftler aber auch nicht 100prozentig auszuschließen."

Dr. Christoph Wenzel, Veterinär an der Universität München und selbst an der Untersuchung beteiligt, sagte in einer Hörfunksendung des BR2 vom 11.01.2001 unter anderem: "In unserem Bericht in einer achtköpfigen Expertenrunde im November im Bayerischen Umweltministerium haben wir uns auf einen Kernsatz verständigt. Nämlich: Es darf keine Entwarnung gegeben werden. Dieser Kernsatz findet sich nicht in dem Resümee des bayerischen Umweltministeriums, das man im Internet nachlesen kann.

Wir haben einen Zusammenhang zwischen der Strahlung, die von Mobilfunksendeanlagen ausgeht, und dem Verhalten der Tiere gefunden."

Interessant ist dabei, dass Vertreter der 4 Mobilfunkbetreiber, die sich mit 400 000 DM an der 800 000 DM teuren Studie beteiligten, sowohl an der Abfassung des offiziellen Resümees des Abschlusskolloquiums vom 29.11.2000 als auch schon an der Auswahl der untersuchten Höfe beteiligt waren.

Diese und andere Vorwürfe erhebt der Abgeordnete des Bayerischen Landtags, Volker Hartenstein, die z.B. unter
www.funkenflug1998.de nachzulesen sind.

Das StMLU weist diese Vorwürfe der Einflussnahmen auf das Ergebnis unter anderem in Pressemitteilungen vom 17.01.2001 und 24.01.2001 vehement als "konstruiert" und "falsch" zurück. Die Diskussion um diese Studie ist damit wohl trotzdem noch nicht beendet.

Eine Kurzfassung der Studie und das Resümee des wissenschaftlichen Kolloquiums sind unter dem Stichwort "Rinderstudie" abrufbar www.umweltministerium.bayern.de oder kostenlos zu bestellen unter

Tel.: (089) 9214-3535
Fax: (089) 9214-2425
eMail: poststelle@stmlu.bayern.de.

Salzburger Resolution

Die "Internationale Konferenz Situierung von Mobilfunksendern - Wissenschaft und Öffentliche Gesundheit", die am 7. und 8. Juni 2000 in Salzburg stattfand, führte erstmals auf internationaler Ebene führende Wissenschaftler und Experten der Bereiche Technik, Biowissenschaft und Medizin sowie der öffentlichen Gesundheit zusammen.

Ziel dabei war, den gegenwärtigen Wissensstand zur Exposition und zu den gesundheitlichen Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder unter dem Aspekt der öffentlichen Gesundheit und des Vorsorgeprinzips zu diskutieren.

Die Konferenz machte klar, dass die Grenzwertvorschläge der ICNIRP (International Comission on Non-Ionizing Radiation Protection) zum einen wissenschaftlich nicht haltbar sind und zum anderen den Schutz der menschlichen Gesundheit nicht gewährleisten können.

Sie fordert daher in der "Salzburger Resolution zu Mobilfunksendeanlagen" u.a. einen Grenzwert für die gesamte Strahlendichte von Mobilfunksendern an einem Messpunkt von maximal 1mW/m² ("Salzburger Vorsorgewert")und nicht mehr als 0,250 mW/m² pro Sender. Desweiteren wird empfohlen, die Situierung von Mobilfunksendeanlagen an ein Bewilligungsverfahren zu knüpfen und dabei auch die lokale Bevölkerung stärker miteinzubeziehen.

Viele Leute sehen diese Salzburger Konferenz als Wendepunkt und Chance in der Bewertung hochfrequenter elektromagnetischer Felder. Letztendlich liegt es aber doch an den zuständigen Behörden, inwieweit diese Empfehlungen bei der Festlegung der Grenzwerte berücksichtigt werden.

Der komplette Tagungsband mitsamt der Resolution kann im Internet unter www.land-sbg.gv.at als pdf-Datei kostenlos abgerufen werden oder ist erhältlich unter

Tel.: +43 (0662) 8042-2312
Fax: +43 (0662) 8042-3056

Handys beeinflussen Hirnfunktionen im Schlaf

Forschern der Universität Zürich ist es erstmals gelungen nachzuweisen, dass Hirnfunktionen durch elektromagnetische Hochfrequenzfelder beeinflusst werden können.

In einer ersten Studie setzten sie die Versuchspersonen während des Schlafes zeitweise elektromagnetischen Feldern aus. Die dabei verwendeten Feldstärken entsprachen in ihrer Wirkung dem halben Grenzwert für lokale Exposition. Die Wissenschaftler konnten bei dieser Untersuchung u.a. feststellen, dass die Hirnstromwellen (Schlaf-EEG) in einem bestimmten Frequenzbereich verändert waren.

Diese Ergebnisse veranlassten sie, eine weitere Studie durchzuführen. Dabei wurden die Versuchspersonen kurz vor dem Schlafengehen, 30 Minuten lang, mit modulierten elektromagnetischen Wellen einer Frequenz von 900 MHz (diese entspricht der des D-Netzes) bestrahlt. Auch hier traten Veränderungen des Schlaf-EEG`s im gleichen Frequenzbereich auf, diese bildeten sich aber auch im Verlauf des Schlafes zurück. Die Schlafdauer wurde nicht beeinflusst.

Entweder: Da die genauen physiologischen Mechanismen dieser Effekte noch nicht bekannt sind, erlauben es sich die Forscher nicht, Aussagen über ein mögliches Gesundheitsrisiko zu machen.

Dies zeigt wieder das Dilemma, in dem wir heutzutage stecken: Obwohl eindeutig Beeinträchtigungen festgestellt werden, ist man oft noch nicht bereit, klare Aussagen zu machen und daraus auch Forderungen abzuleiten, da man den Wirkungszusammenhang noch nicht genau kennt.

Oder: Warum die elektromagnetischen Felder die Hirnströme verändern, und was das für gesundheitliche Auswirkungen hat, wissen die Forscher noch nicht. Sie vermuten aber, dass durch die Bestrahlung tieferliegende Hirnstrukturen beeinflusst werden.

Die komplette Studie mit der Zusammenfassung der Autoren gibt es unter www.unizh.ch/phar/sleep/handy.

   

Seite empfehlen | Seite drucken  

123 - Bookmark